Laienfrage zu Steuern für ausschüttungsgleichen Erträgen

Diskutieren Sie Laienfrage zu Steuern für ausschüttungsgleichen Erträgen im Geldanlage Forum im Bereich Finanzforen; Hallo (ich hoffe, das Thema passt hier, ich war mir nicht sicher, ob hierher oder in das Unterforum "Finanzamt & Steuern"). Ich habe Ende Dez. ...


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  1. #1
    Fra

    Laienfrage zu Steuern für ausschüttungsgleichen Erträgen

    Hallo (ich hoffe, das Thema passt hier, ich war mir nicht sicher, ob hierher oder in das Unterforum "Finanzamt & Steuern").

    Ich habe Ende Dez. 2010 (wegen der Gesetzesänderung für Kest Kursgewinne Anfang 2011 wollte ich sie noch 2010 gekauft haben) bei direktanlage.at (Österreich) 7 Fonds gekauft (6 davon sind Aktienfonds). Einige sind jedoch leider auf Anfang 2011 als gekauft verbucht worden. Pro Fond etwa im Wert von 7000 Euro.

    Ich habe bis jetzt noch nichts verkauft, obwohl die Kurse recht schlecht sind, weil ich immer noch hoffe, dass die Kurse irgendwann ansteigen würden.
    Nun wird jährlich eine Steuer eingehoben für die Fonds, deren Wert recht unterschiedlich ist. Gesamt waren es für 2011 überschlagsmässig gerechnet über 200 Euro.
    Lt. Kontoauszug sind das Kest für ausschüttungsgleiche Erträge für thesaurierenden Fonds (die anscheinend auch "blütenweiss" sind).

    LU0159550077 DJE - Gold & Ressourcen P (T)
    LU0172157280 BGF - World Mining Fund EUR
    LU0208853514 JPMF Glob Nat Res
    LU0250688156 Patriarch Select Chance
    LU0318933057 JPMorgan Funds SICAV
    LU0319688015 Amundi-Bond Global Aggregate
    LU0366534344 PICTET-AGRICULTURE P

    Bis auf den "JPM Global Natural Resources A" (LU0208853514) (der ist ausschüttend) sind alle thesaurierend.
    Kest habe ich bis jetzt bezahlt für:
    LU0319688015 Amundi-Bond Global Aggregate 58 Euro
    LU0318933057 JPMorgan Funds SICAV 30 Euro
    LU0250688156 Patriarch Select Chance 86,5 Euro
    LU0366534344 PICTET-AGRICULTURE P 18,5 Euro

    Meine Fragen sind:

    * Was ich nicht verstehe, und daher ärgert, ist dass ich soviel Kest laufend bezahle, wobei alle Kurse gefallen sind.
    Ich sehe auch nicht, dass die Ausschüttungen irgendwo zu meinem Depot dazugekommen sind.
    Ich habe das Jahr etwa knapp 200 Euro Kest bezahlt, da denke ich mir, wenn die Kest 25% beträgt, dass eigentlich 800 Euro
    irgendwie auf dem Depot dazugekommen sein müssten, aber wie gesagt, da sehe ich nichts davon. Daher wende ich mich
    an Euch, vielleicht kann mir das jmd. erklären. Bei der direktanlage habe ich nachgefragt, aber die Erklärungen habe ich nicht begriffen.

    * Wenn die Ausschüttungen nicht ausgeschüttet sondern "vorgetragen" werden, wo sehe ich dann dass sich meine Fondsanteile oder der Wert vergrössert hat?

    * Muss ich da darauf achten, dass das nicht beim Verkauf dann nochmals besteuert wird? D.h muss ich da selbst bei der Arbeitnehmerveranlagung darauf achten oder wird das "automatisch" korrekt behandelt.

    Oder habe ich da etwas grundsätzlich falsch verstanden.

    Danke schon einmal im voraus,

    •   



       

  2. #2
    Unregistriert

    AW: Laienfrage zu Steuern für ausschüttungsgleichen Erträgen

    Hallo,

    1) bist Du Österreicher?
    Ich kenne mich da nicht so aus, weiß aber, daß die Kursgewinnsteuer ganz ähnlich wie die dt. Abgeltungssteuer funktioniert.
    Ansonsten bin ich in deinem Fall überfragt.
    Was mich wundert ist, daß Du anscheinend jetzt bereits eine Jahresabrechnung bekommen hast.
    Hilfreich wäre die Erklärung - viell. wird jemand Anderes daraus ja schlauer...

    2) Du meinst sicher, daß deine Fonds "thesaurieren"! Eine Meldung über solche Vorgänge bekommt man i.d.R als .pdf-Übersicht oder sonst irgendwie bei der jeweiligen Depotstelle. Das ist nach meiner Einschätzung aber noch viel zu früh im Jahr! Also ich halte halt als Deutscher auch eine Menge ausl. Thesaurierer und habe seit langem das Gefühl, daß es vor allem diese Fonds sind, die die Zustellung meiner Jahressteueraufstellung so massiv verzögern - weil versch. Fonds auch ganz andere Abrechnungszeiten haben. Zudem muß ein Fonds auch erstmal selber die Dividenden der Einzeltitel auffädeln und dann weitermelden.

    Ich erwähne jetzt etwas, das wir aus Deutschland kennen UND HIER NICHT ZWINGEND VORLIEGT:
    Bei Deutschen, die ausl. Thesaurierer halten und keine Steuererklärung machen, schätzt das Amt gerne ein paar Fabulierungen zusammen und zwar für ausschüttungsgleiche Erträge zurück bis 1994 (unabh. vom Kaufdatum!); allerdings auch erst bei Veräußerung.
    Was hast du denn jetzt da bekommen - eine Depotabrechnung oder einen Steuerbescheid?

    3) Dewegen geben wir die Sachen jährlich in der Steuererklärung an - in der BRD über die Anlagen KAP und SO (letztere nur bei Veräußerungen) - mit Belegen!

    4) In der BRD nutzen wir eine Sache namens Freistellungsauftrag; das geht bei einem Single über 801€ an Zinsgewinnen (Paare das Doppelte), die nicht versteuert werden müssen. Ich wette, so was gibt´s auch in Österreich...

  3. #3
    Unregistriert

    AW: Laienfrage zu Steuern für ausschüttungsgleichen Erträgen

    Hallo,

    zuerst einmal vielen Dank für die ausführliche Antwort. Also die Steuerbeträge werden/wurden mir direkt vom Verrechnungskonto der direktanlage ein paar mal (also je nach Fonds) zu verschiedenen Zeitpunkten weggebucht.

    zu 1) ja, ich bin Österreicher und ich "denke", dass das ganze so ähnlich funktioniert wie in Deutschland. Es kann aber keine Kursgewinnsteuer sein, da alle meine Fonds seit dem Kauf gefallen sind. So sehe ich das zumindest. Sie waren nie irgendwann einmal (vom Kurs her) im Plus.

    zu 2) ja, sie thesaurieren. Vom Finanzamt habe ich noch gar nichts bekommen. Ich bekomme nur von Direktanlage ab und an mal Kontoauszüge.

    zu 4) ja, ich glaube gelesen zu haben, dass es einen Freistellungsbeitrag auch in A gibt.

    •   



       


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